Nun geht es gleich weiter und wie: Nachdem wir zeitig aufgestanden sind und uns im Eiltempo das Frühstück reinstopften, fuhren wir an den Hafen zum Heliport, wo wir einen Rundflug über Kapstadt und den Tafelberg machten. Es war herrliches Wetter, jedoch bei kühlen 13°C. Kaum abgehoben schon das erste Highlight: Wir sehen zum ersten mal in unserem Leben Wale. WOW ist das beeindruckend! So riesig und anmutig, wir sind von den Socken. Wir fliegen weiter über Robben Island. Das ist die Gefängnisinsel, wo Nelson Mandela inhaftiert war und das über 20 Jahre. Das Gefängnis war noch lange in Betrieb, jedoch heute eingestellt und man kann die Insel noch besuchen, aber nicht ins Gefängnis rein. Es ging weiter über das World Cup Station von 2010: Hier haben 65000 Menschen Platz.
Wir haben sogar die Villa von Christian Ronaldo und Nicolas Cage zu sehen bekommen, 🙂 Wollen wir das wissen? Nein, aber der Pilot hatte ein grosses Mitteilungsbedürfnis. Der Tafelberg schien in seiner vollen Pracht. Und man merkt, upps, das Ding ist doch über 1000 m hoch. Aus der Höhe sieht man, dass Kapstadt mit Agglomeration doch über 4.4 Mio. Einwohner hat, aber irgendwie seine Persönlichkeit behält und nicht in der Grossstadtanonymität untergeht. Auch die Namen faszinieren. Ein Mix aus diversen Sprachen. So haben wir z.B. auch gelernt, dass die Sprache Africans aus diversen Europäischen Sprachen zusammengesetzt ist.
Nachdem wir gelandet sind, fuhren wir kurz zurück ins Hotel und da wir ein Hoch haben, haben wir uns kurzerhand ein Guide organisiert und fuhren gleich los. Es ging von Kapstadt in Richtung Noordhoek bzw. Hout Bay, Scarborough zum Eingang des Nationalparks „Kap der guten Hoffnung“. Der Weg war schon ein Highlight: in Hout Bay, hatten wir das Vergnügen mit einem relativ grossen Seelöwen ein Schwätzchen und Tätschchen zu halten. Als Rhea ein bisschen übermütig wurde, hat er nach ihr gegriffen, das hat unserer lieben Tochter dann doch ein bisschen Angst gemacht, hihihihihihihi. Dann ging es an Straussenfarmen und der Küste entlang weiter, dann wurden wir von einer Familie Baboons (auf Deutsch, Paviane) aufgehalten und so stauten sich die Autos. 🙂 Dann kamen wir am Kap an und gingen hoch zum Leuchtturm. Wir sind sehr beeindruckt, über so viel Schönheit und Grenzenlosigkeit. Hier kommen der Atlantik und der Indische Ozean zusammen. Unser Guide erklärt uns sehr viel über das Land, die Kultur und die Natur, einfach nur der Hammer. Aber es schwingt immer ein bisschen die Apartheit mit, was natürlich kein gutes Gefühl hinterlässt. Dann zeigt er es uns so viel schöne Seiten dieses Landes und wir lernen: Der Atlantik, kalt, hohe Wellen, andere Farbe und auf der anderen Seite der Indische Ozean: Ruhig, dunkler und wärmer.
Da wir mittlerweile zu Pinguinfanatiker mutierten, wollen wir es nochmals wissen: Wir fahren nach Simons Town, wo es angeblich eine grosse Kolonie in einer Bucht gibt. Und YES! Here they are! Vor uns erstreckt sich eine Bucht, voll mit Pinguinen, das entlohnt uns dermassen, dass wir über den Geruch hinweg sehen, 🙂 Einfach fantastisch und wunderschön. Dazwischen hat es noch weitere Tierchen, welche irgendwie unseren Murmeltieren gleichen, da wir nicht wissen was es ist, siehe weiter unten auf den Fotos, :). Wir fahren weiter nach Muizenberg, ein Städtchen am Meer mit einer Bucht. Sehr schön, auch die Strandhäuser in allen farben, was den Ort als beliebtes Objekt für Postkarten macht. Wir lassen uns erklären, dass es das Surfmekka ist, jedoch die Grand White Sharks (zu Deutsch: Weissen Haie) ein Problemchen darstellen. Es gibt eine Haiwacht, welche bis 17:00 Uhr besetzt ist und bei Haialarm die Sirenen heulen lässt und der Strand geräumt wird (Vergleichbar mit unserer Sirene). Warum auch der Strand? Tja, die netten Tierchen kommen bis ins Kniehohe Wasser am Strand. Irgendwie geht es aber nicht ganz auf. Die Wache ist von 08:00 bis 17:00 Uhr besetzt, jedoch hat es für die Surfer die besten Wellen am morgen früh und Abends spät, was natürlich immer wieder zur Snackjagd für die Haie führt und zwar jährlich! 🙂 Dennoch lassen sich die Surfer nicht davon abschrecken. Wahrscheinlich ist es das gleiche Thema wie bei uns mit den Snowboardern abseits der Piste und die Lawinengeschichte…..
Jedoch sind die Tierchen insofern ein Problem, das man sie nicht töten darf und für die Fischer zum Problem werden können. Beispiel: Es gibt hier eine kleine Insel mit grossem Fischbestand, das wissen die Robben, das wissen die Haie und das wissen die Fischer. Die Fischer wollen fischen, die Robben auch, die Haie wollen die Robben und kriegen die Fischer! Könnt Ihr mir folgen? Die Fischer gingen mit dem Boot raus, 7 Weisse Haie greifen gleichzeitig das Boot an, bringen es zum kentern und verspeisen die Fischer. Und die netten Tierchen können schon 7-8m erreichen.
Mittlerweile sind wir müde und so fahren wir via Woodstoek zurück nach Kapstadt ins Hotel. Nach einem kurzen Essen gingen wir wiederum früh schlafen, da wir den Guide gleich noch für einen zweiten Tag buchten, 🙂 Aufgestanden, wieder im Eilzug gefrühstückt, ging es gleich wieder los. Diesmal fuhren wir durch das Stadtzentrum via Boo-Kap in Richtung Talstation des Tafelbergs (er hat doch immerhin etwas über 1000m). Leider macht das Wetter nicht mit und so ist die Sicht sehr schlecht und die Spitze in einer Nebeldecke. So entscheiden wir uns zum gegenüberliegenden Lions Head und Signal Hill zu fahren. Die Aussicht von hier ist ebenfalls sehr schön. Mittlerweile fangen sich die Kinder an zu langweilen und wir stellen unser Programm um und fahren zum World of Birds. Eine Art Riesenzoo für Vögel, jedoch hat es auch Geparde, Affen und andere Tiere.
Hier gibt es wirklich Vögel in allen Farben und Grössen. Wir sind beeindruckt, auch ohne gleich den Wunsch zu erlangen Ornithologe zu werden, 🙂 Siehe Fotos weiter unten. Da Papa wieder mal am „dudeln“ ist, verliert er den Rest der Familie. Als ich mich auf die Suche nach dem Rest machte, hörte ich die Kinder und lief in einen geschlossenen Käfig. Was mir keiner sagte ist, dass es ein Affenhaus ist, wo man durchlaufen kann und so bin ich innerhalb von Sekunden von Affen befallen worden. So kam rasch die Aufseherin zu rennen: Mister, Mister, Sie müssen so rasch als möglich den Rucksack ablegen, das Essen weglegen und sämtliche Taschen leeren! 🙂
Gesagt getan, leider war es für Mami ein bisschen zu spät und so klaute ihr ein Affe den Schlüssel bzw. die Magnetkarte des Hotelzimmers. Nach einer Hechtrolle ergaterte sie den Schlüssel wieder nur das Karton-Etui war für immer weg. hihihihihihi.
Über die andere Seite nach Kapstadt zurückgekehrt, gingen wir in einem netten Restaurant essen, jedoch wurde das Wetter schlechter. So entschieden wir uns, dass Mami mit den Kindern ins Shoppingcenter fährt und Papi sich um den Blogg kümmert.
Abends gingen wir an den Waterfront (Victoria Wharf), sozusagen an den Hafen bzw. ein Hafenviertel mit Restis, Einkaufsläden, Riesenrad usw. Wirklich sehr schön. Nach einem guten Nachtessen und abendlichem Spaziergang gingen wir früh schlafen, den morgen geht es weiter, mit unserem sagenhaften Mietwagen in Richtung Gansbaai. Schade dass wir schon wieder gehen müssen, es gäbe hier noch viel zu sehen und zu erklären: Die ganze Geschichte mit den Weingütern und der verschiedenen Trauben, oder der traumhafte botanische Garten und das Apartheitsmuseum, aber das ist nicht gerade kidslike und würde uns mehr fordern als nutzen. smile


























































