Dubai, Reise nach Südafrika

Hallo Zusammen

Upps, wir sind ein bisschen spät dran. Also wir holen nochmals aus….. Wir hatten diverse Gespräche über den Islam und die Muslime. Wie gesagt haben wir viel darüber gelernt und es ist sehr interessant, jedoch werden wir aus ein paar Sachen nicht schlau, 🙂 z.B. wussten sie am Tag vor Fastenbruch nicht, ob sie wirklich Fastenbruch haben und sie müssen die Sterne dazu konsultieren?!!! 🙂 Und der Beste: sie mussten noch einen Tag mehr fasten. Hihihihi, oder: Ein Mann darf keine fremde Frau zweimal anschauen, aber doch bis zu viermal heiraten, grins. Usw. Hier haben wir auch gelernt, dass es Gucci und Prada Burkas gibt. Ohlala, diese Menschen hier, wissen teilweise wirklich nicht mehr wohin mit der Kohle, 🙂 Also lassen sie sich für 20 Mio. Dollar eine 3-stöckige Yacht aus Holz bauen. Teilweise ist es wirklich too much. Wir haben uns dazu entschlossen, das Thema nicht mehr aufzugreifen, da wir jeweils in einer Sackgasse landen.

Wir haben es erstaunlich gut untereinander und die Kinder machen gut mit, ausser dass ihnen die Hitze ein bisschen Mühe bereitet. Da es die Kinder langweilt die kulturellen Aspekte der VAE zu ergründen, haben wir uns entschlossen in den Wild Wadi zu gehen. Was das ist? Einer der grössten Wasservergnügungsparks der Welt, mit einer der längsten  und einer der steilsten Rutschbahnen der Welt. Jedoch sind wir im Chillmodus und kommen nicht so richtig in die Gänge. 🙂

Der Nachmittag ist toll, aber das Thema Burka konfrontiert uns des Neuen: Es gibt Frauen, welche bei 40°C im Schatten mit Badeburka (Burkini) und Gesichtverdeckung baden gehen!!!  So langsam kommen wir ins Grübeln, 🙂 Aber hier gibt es irgendwie viel Lesestoff an öffentlichen Orten. So haben wir z.B. erfahren, dass hier Kamelrennen gross im Kurs sind und die Scheichs bis zu 1 Mio. Dollar für ein Kamel hinblättern. Was es zu gewinnen gibt? Nichts, ausser Ruhm und Ehre, 🙂 Aber unter der Hand werden da schon Geschäfter gemacht. Aktuell wird hier mehr gebaut den je, da Dubai 2020 die Weltausstellung (Expo) macht. So werden schnell mal 40 neue 5-Sterne Hotels gebaut und ein paar Sandinseln aufgeschüttet. Nachdem die Kinder in den Kidsclub wollten, haben wir die Gunst der Stunde genutzt und gingen ins Fitnesscenter. Danach gingen wir früh essen. Hier hat es sogar Promis und zwar haben wir Hotelgäste aus der aktuellen Fussballnationalmannschaft von Polen: Grzegorz Krychowiak von Sevilla bzw. Paris St. Germain und früher bei Arsenal (der kann auch nur Ferien machen, nachdem sie rausgeflogen sind und er wurde diverse Male darauf angesprochen und es ärgerte ihn, :)).

Am nächsten Morgen sind wir um kurz nach 5:00Uhr aufgestanden, da es bereits um 08:20 nach Kapstadt weitergeht. So haben wir kurz gefrühstückt und ab zum Flughafen gefahren. In genau 4 Minuten haben wir eingecheckt! Unglaublich. Also in Punkto Kundenfreundlichkeit und Kundenservice können wir bzw. die ganze Welt noch was von den Arabern lernen. Man wird von Anfang an, mit Namen angesprochen, bevor man ein Wort sagt. Sie wissen auch wie die Kinder heissen und woher man kommt. Das ist uns immer wieder aufgefallen. Die Messlatte in Punkt Qualität ist hier wirklich sehr hoch. We are impressed, 🙂

Wir sind pünktlich gestartet und ab ging es nach Dubai. Obwohl ein Tagesflug von 9.5h, haben die Kinder gut mitgemacht (sie haben sage und schreibe drei Filme geschaut; wir glauben sie wissen nun alles über Kungfu Panda 1-3, 🙂 Wir sind pünktlich in Kapstadt gelandet und es ging gleich zur Autovermietung, wo uns die Ernüchterung traf. Einserseits haben wir diverse Mamis mit 2-3 Kindern betteln gesehen und natürlich ja, hatten wir Mitleid: der einen gaben wir Geld, der anderen Esswaren usw. Aber irgendwie kamen immer wieder Leute betteln und wir mussten uns abgrenzen. Und andererseits ists im Mietwagen etwas eng mit dem Gepäck. (grrrrr. obwohl wir extra um ein grosses Auto gebeten haben). Also versuchten wir ein Grösseres zu ergattern, aber leider hatte es keine Fahrzeuge mehr, alles weg. Wir bekamen es langsam mit den Nerven, der Müdigkeit und mit der Angst, so auf einem Parkplatz, alleine, im Dunkeln und das in Kapstadt, 🙂 Da Papi im Flugzeug die halbe Weinkarte ausprobierte (hihihi), musste Mami ans Steuerrad und das wieder im Linksverkehr. Im Flugzeug haben wir uns die Zeit genommen etwas über die Geschichte von Südafrika zu lesen. Ohlalala, da kann man leicht eine Doktorarbeit daraus machen und es ist mega kompliziert: Viele Sprachen, viele Einsiedler, viele Kriege und noch mehr Rassismus, quasi alle gegen alle. Was mich (Papi) aber wirklich von den Socken haut, ist die Tatsache dass es bis heute so ist, auch mit bzw. nun ohne Nelson Mandela. z.B. in District 6 von Kapstadt (wo die Schwarzen von den Weissen rausgeworfen wurden und heute leer steht, gibt es keinen Schlussstricht und man fängt von vorne an; wirklich schade). Das macht mich traurig, da ich nicht kapiere, wie eine Rasse bzw. der Mensch sich untereinander so kaputt machen kann. Ich verstehe es einfach nicht. Ich versuche es irgendwie anhand der Naturwissenschaften zu erklären, aber es funktioniert nicht, grrrrr Oder anders herum: Kennt Ihr ein  Tier das sich selbst so dezimiert wie der Mensch?

Nun weiter zu unserer Reise: Die Nerven liegen blank. Warum? Wir haben eine Adresse von unserem Hotel ohne Strassenangabe, lediglich mit Ortsangabe. Und so fuhren wir und fuhren wir…… Dreimal im Kreis herum. Bis uns ein Polizist zu Hilfe kam. Ihr glaubt es nicht: wir sind dreimal an unserem Hotel vorbei gefahren ohne es zu merken. gröll! :)))) Endlich angekommen, haben wir uns etwas auf’s Zimmer bestellt und ab in die Heia 🙂

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