Seychelles, Praslin, La Digue, Curieuse

Am nächsten Morgen früh aufgestanden, sind wir mit einer kleinen Verspätung wieder in Richtung Victoria losgefahren. Dort im Hafen angekommen, haben wir das Gepäck aufgegeben und sind auf die Fähre, wo wir im Oberdeck unsere Plätze eingenommen haben. Und schon geht die Fahrt los und wie: Nach ca. 10 Minuten sind wir auf offener See und es hat meterhohe Wellen. Tabea wurde immer ruhiger und dann geht es los. Sie packt sich ein paar Brechtüten und sitzt in die vorderste Reihe, wo sie die Zeit mit Übergeben verbringt. Ich beschäftige die Kinder und blöderweise gebe ich ihnen die iPads zum Spielen. Plötzlich gehts bei Deven los….. Ich wusste gar nicht, dass ein 4-jähriger einen so grossen vollen Magen haben kann! 🙂

Mittlerweile wurde Mami von einem Mitarbeiter nach hinten raus gebracht, wo sie die restliche Stunde blieb und den Horizont fixierte. Ein netter Skipper hat sich Deven geschnappt und ihn ebenfalls rausgebracht. Und ich war hin und her fliegend mit Reinigungsarbeiten beschäftigt 🙂

Endlich kommen wir an und Mami eilt auf’s Festland. Deven geht es auch wieder besser und Rhea ist quietschfiedel. Doch plötzlich merkt sie, dass sie auf die Toilette muss. Also gehe ich mit ihr los. Leute, das ist mit Abstand die übelste Kloacke die ich je gesehen habe! Rhea ist so angewidert, dass sie noch durchhält bis ins Hotel. 🙂

Mit dem Auto ging es in Kurvenlinien zu unserer Location 🙂 Mami wird wieder ruhig, aber sie hält sich gut und Rhea muss plötzlich nicht mehr auf die Toilette. 20 endlose Minuten später kommen wir dort an und wir werden herzlich empfangen. Wir mussten die Leute jedoch gleich einweihen, dass wir so rasch als möglich in die Beach Villa wollen, da es einem Teil der Familie nicht so gut geht, 🙂 So konnte ich den Check-in bei uns machen und der Rest der Familie sich hinlegen, 🙂 Jedoch war das Statement in Papis Richtung klar: Für nichts auf der Welt steigen wir wieder in dieses Boot! Also habe ich für die Rückreise vier Flugtickets mit dem Inselhüpfer organisiert. Ich bin erstaunt wie günstig das ist. Warum sind wir nicht bloss schon hingeflogen?! 🙂

Nach einer Erholung sehen wir uns unsere Umgebung an und uns bleibt wirklich der Atem stocken. Es ist wirklich traumhaft schön. Diese Flora und Fauna bzw. das Meer und die Strände sind wirklich das schönste was wir bis jetzt gesehen haben. Wirklich wie aus dem Bilderbuch. Wow, wir sind begeistert. Auch die Menschen sind sehr herzlich und lassen einem spüren, dass man willkommen ist. Das fühlt sich schon viel besser an.

Nach einem kurzen und „leichten“ (hihihihi) Nachtessen, sind wir früh zu Bett gegangen. Am nächsten Morgen aufgestanden, haben wir alles inspiziert und uns schlau gemacht wo wir was machen können: Tauchen, Spa, Fitness, Tennis, Golfplatz, Strandaktivitäten, Kids Club uvm.

Wir haben uns gleich einen Plan zurecht gelegt, wann wir was machen wollen. Auch hier wird mit dem Velo und Golfwagen verschoben, was uns wiederum grossen Spass bereitet. Die Kinder wollten gleich in den Kids Club. Wir Eltern gehen ins Krafttraining und wieder einmal gemeinsam Tauchen. Es ist schön, nur teilweise sind die Korallen kaputt, da El Nino das Wasser erwärmte. So verbringen wir die Tage teilweise gemeinsam am Strand, Pool oder unternehmen gemeinsam etwas.

Mittlerweile hatte ich (Olle) noch meinen Disput mit dem Spa, da sie in 3 Tagen 6 Fehler gemacht haben und es in dem Highlight gipfelte, dass mir eine nette Dame, welche sich Coiffeuse nennt, Löcher in die Haare schneidet und die Spa-Chefin noch einen saftigen Betrag dafür haben will! Zu viel des Guten und ich habe ihrem Chef klar gemacht, dass ich dies niemals bezahlen werde, was sie so akzeptierten.

Heute sind Nathalie und Luca bei uns zu Besuch und wir gehen gemeinsam Tennis spielen. Wir sind super talentiert: wir haben es im Maximum auf vier Ballwechsel gebracht. Eine unglaubliche Leistung! 🙂 Rhea und Deven sind super Ballemeitli und -bueb. Sie haben einiges zu tun! 😉

Am nächsten Tag sind wir gemeinsam an den Strand von Anse Georgette gefahren. Der absolute Hammer, einfach wunderschön: Wellen, blauer Himmel, weisser Strand, türkisklares Wasser und diese typischen grossen Steine. Wir sind vom Hocker. Wir geniessen ein Picknick unter Kokosnusspalmen. Es ist herrlich.

Dann wollten wir es wissen und gingen gemeinsam Tennis spielen. Um dem zwischenpartnerlichen Ärger aus dem Weg zu gehen, haben wir uns dafür entschieden, dass Tabea mit Luca und Nathalie mit Olle spielt. Gott sei Dank hatte ich (Olle), das Glück mit Nathalie (welche Tennis spielen kann, 😉 im Team zu sein und so fegten wir die anderen beiden 6:3 und 6:3 vom Platz. Am Abend hatten wir das tolle Vergnügen auf den Klippen ein gemeinsames, schönes Abendessen zu geniessen mit herrlicher Aussicht über die Bucht. Leider vergeht die Zeit so schnell und am nächsten Tag verliessen uns die beiden bereits am Nachmittag in Richtung Heimat.
Nun haben wir uns ein Programm auf die Beine gestellt, was wir noch so alles machen wollen. Und so fuhren wir als nächstes ins Valleé de Mai, wo die berühmte Coco de mer zu Hause ist. Um was geht es:
Das Tal ist ein von der UNESCO eingestuftes Naturschutzgebiet, in welchem eine spezielle Palmenart wächst, die Coco de mer. Dabei handelt es sich um einen wunderschönen Palmenwald mitten auf der Insel. Diese Art gibt es weltweit nur hier und auf zwei Nachbarsinseln auf den Seychellen. Einfach wunderschön. Zurück zum Thema: die Coco de mer, also die Kokosnuss wiegt ausgewachsen ein Mehrfaches einer normalen Kokosnuss und ist dementsprechend auch viel grösser zudem hat sie die Form eines schönen Frauenhintern. 😉 Seht weiter unten. Was sie so selten und speziell macht, ist die Tatsache, dass man bei dieser Palme erst im ausgewachsenen Stadium sieht, ob Weiblein oder Männlein. Da nur die Weiblein die Nüsse produzieren. Und dafür braucht sie zwischen 22-25 Jahre! Daher ist sie so rar. Ein Einheimischer erzählt mir, dass man früher das Innere essen konnte, jedoch seit einigen Jahren der Verzehr absolut verboten ist und man mit einer Gefängnisstrafe drakonischen Ausmasses rechnen muss, wenn man sich nicht daranhält.
Am nächsten Tag fuhren Mami und Papi nochmals zum gemeinsamen Tauchen und die Kinder verbringen die Zeit im Kids Club mit Pizza machen und anschliessendem Essen sowie basteln.
Leider sind wir auch hier am neuen Tauchplatz vom Tauchen etwas enttäuscht. Auch hier sind die meisten Korallen durch die Wassererwärmung kaputtgegangen. Dazu kam ein Diveguide der weder vom Tauchplatz noch im generellen eine grosse Ahnung vom Tauchen hatte: Er ist anstatt dem Riff entlang über dem Sand im Tiefblau bzw. Nirgendwo, exakt an den Fischen VORBEI getaucht! ☹ Ich hätte heulen können. 😉
So entschlossen wir uns nicht mehr tauchen zu gehen und mit der Tauchbasis zu diskutieren, weil wir ein Paket à 6 Tauchgänge zum reduzierten Preis kauften und nur 4 davon brauchten. Das tolle Vergnügen hat dann Papi Mami überlassen. Tabea kann extrem gut penetrant sein, wo ich (Olle) viel zu nett bin, 😉 Ja ich gebe es zu: ich bin ein Harmoniemensch. Leider hatten wir keine Chance.
Die Menschen hier sind wirklich sehr nett und das von Natur aus: das merkt man z.B. auch hier an der Kultur, z.B. der Begrüssung oder wie sie Danke sagen. Das kennen wir gar nicht. Beim Grüssen kreuzen sie die Arme und beim Danke sagen, falten sie beide Hände und halten sie hin. Oder plötzlich decken sie uns am Strand im Sand einen Tisch mit kühlem Wein und super Essen und Leute: wir waren ganz alleine am Strand!
Wir müssen auch ehrlich sein: wir haben hier eine sehr breite Küche kennengelernt und bemerkt, dass wir zu Hause schon extrem auf unsere Produkte, Gemüse und Gewohnheiten eingeschossen sind. Und so machen wir uns auf die kulinarische Reise andere Sachen kennen zu lernen. Natürlich hatten wir nicht nur Glück: z.B. habe ich (Olle) Fledermaus (Bat Curry) probiert. Und es war einfach, wie soll ich sagen: «Bähhhhh!»  Auch die Froschschenkel kann man sich sparen, vor allem wenn ich daran denke Kermit zu essen, welcher durch den Teich irrt, igitt  Es hat aber auch seine guten Seiten, so habe ich z.B. die grillierte Aubergine kennengelernt und Tabea die exotischen Früchte. Auch einmal pro Woche vegetarisch essen, finde ich mittlerweile noch ziemlich spannend (Wow)
La Digue und La Curieuse
Wir haben lange hin und her überlegt ob wir uns nochmals eine Bootsfahrt antun wollen und? Wir haben es gewagt  So haben wir ein Boot gemietet und sind früh morgens nach La Curieuse losgefahren und es hat sich gelohnt: Wow ist das schön….. Luca hatte recht: The Paradise in Paradise. Es ist wirklich das schönste an Strand, Palmen und farbigem Wasser was wir auf unserer Reise zu sehen bekommen haben. Einfach atemberauend schön. Wir sind alle platt (siehe Fotos weiter unten).
Die Insel steht unter Naturschutz, da hier die Riesenschildkröten zu Hause sind. Die sind einfach zum knuddeln. Die futtern und wie, eigentlich machen sie den ganzen Tag nichts anderes und sie bringen weit über 100 kg auf die Waage und werden auch weit über 100 Jahre alt. Nach einem herrlichen Grillessen am Strand sind wir weiter nach La Digue gefahren, wo wir uns Fahrräder mieteten und zu den bekannten Stränden fuhren. Auch die Rückfahrt auf Praslin ist einfach schön. Heute ist die See ruhiger und niemandem wird somit schlecht
Die kommenden Tage haben wir noch Zeit mit Freizeitaktivitäten wie z.B. Tennis und Golf ausprobiert. Aber ganz ehrlich, wir sind der Meinung, dass wir alle dafür zu untalentiert sind und das ist auch OK so.

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