Seychelles, Mahé, Victoria

Nun geht los in Richtung Mahé, Seychellen, wo wir abends kurz vor 21.00Uhr landen. Wir dürfen das Flugzeug nicht verlassen, da die hiesige Gesundheitsbehörde das Flugzeug checken will (das machen sie bei allen Fliegern). Was sie genau checken ist uns nicht klar, da sie nur durch das Flugzeug laufen und das Handgepäck kurz anschauen. Grins, 🙂 Dann kam wieder einmal eine nette Schlange für die Immigration der Touris. 🙂 Wir werden sehr freundlich empfangen und von Victoria aus, auf die andere Seite der Insel gefahren, wo wir knapp 30 Minuten später ankommen. Wir sind sehr beeindruckt: freundliche Gesichter, Chillmodus und 25 Grad. Wir übernehmen unser Zuhause für die nächste Woche und sind schwer beeindruckt: Nespressomaschine, wunderschöne Villa mit Pool und eigenen Fahrrädern usw. Hier hat es sogar einen Kletterpark für Jung und Alt, eine Freilaufgehege für Riesenschildkröten uvm. Wir sind sehr angetan. Was noch schwierig ist zu wissen, wen man mit Französisch und wen mit Englisch anspricht. Viele können Englisch, aber kein Franz, dafür Kreolisch oder umgekehrt. 🙂 Sehr müde fallen wir ins Bett und schlafen das erste mal nach langer Zeit, wieder mal aus.

Am nächsten Morgen gehen wir nach 10 Uhr Frühstücken und bereits um kurz vor Mittag, ist Tabeas Stiefbruder Luca, mit seiner Freundin Nathalie bei uns angekommen und so verbringen wir zu sechst den Tag am wirklich hammersupermässigschönen topweissen Strand, wo wir schnorcheln (leider erfolglos) gehen, Standup Paddeln und uns sonnen. Das mit dem Paddeln ist so eine Sache: man steht auf einem Surfbrett und paddelt im Stehen links, rechts, links, rechts usw. Zur allgemeinen Belustigung schafft es Olle immer wieder ins Wasser zu fallen. Leute, es ist schwerer als es sich liest! 🙂 Und dann ein Highlight: an unserem Strand sinkt ein Glassbottom-Boot in der Bucht und so helfen die Einheimischen, wie Hotelgäste bzw. u.a. wir, das Ding aus dem Wasser zu bergen. Nach einer halben Stunde geht es nicht mehr vorwärts und so wenden sich die Gäste wieder ihren Dingen und die Einheimischen versuchen ihr Glück weiter. Nach ca. 2h schaffen sie es, das Boot zu bergen. 🙂 Nach Sonnenuntergang gehen wir dann alle gemeinsam Nachtessen und lassen den Tag auspendeln.

Hier in der Anlage hat es so coole Golfwägeli, mit welchen man hin und her gefahren wird, da es alles sehr weitläufig ist (darum haben auch alle Fahrräder, :). Ich glaube die haben hier eine inoffizielle Trophy am laufen oder es geht darum wer am schnellsten von Punkt a nach b kommt: Die schneiden die Kurven, machen Vollstipper oder fahren Rückwärts in irgendwelche Sträucher. Ich denke die Dinger sind schon so an die 40Km/h schnell. 🙂 Und das wohlverstanden mit Hotelgästen hinten drin, teilweise bis zu 8 Personen. Die Kinder finden’s witzig!

Die nächsten paar Tage haben wir uns mit diversen Aktivitäten beschäftigt, u.a. gingen wir in einen Seil-/Kletterpark. Dort angekommen, wurden wir gleich mit Helm, Handschuhen und Sicherheitsgewand eingedeckt und ein stückweit den Berg hochgefahren. Die letzten Höhenmeter mussten wir noch hochlaufen, was insbesondere für Deven mit seinen (noch) kleinen Beinchen nicht ganz einfach im Gelände war.

Wir waren zuerst skeptisch, ob das unsere Kinder mitmachen, jedoch zu unserem Erstaunen waren die Bedenken bei den Kindern kleiner als bei den Eltern, :))) Wir wurden am Drahtseil gesichert und hopp, ging es über 80-130m Drahtseile im Eiltempo den Berg hinunter. Ihr müsst Euch das so vorstellen, dass ihr an einem Hochstand ein Drahtseil über die Schlucht oder den Berg hinunter habt, mit einer Abwärtsneigung, damit ihr nicht mitten drin stehen bleibt. Dann geht es so runter bis zum nächsten Hochstand. So ging das immer weiter, im Zick-Zack und das 8 mal hintereinander, bis wir unten angekommen sind. Es hat mega Spass gemacht und die Kinder fanden es super toll.

Unser Fortbewegungsmittel ist mittlerweile das Fahrrad, da die Distanzen sich doch in die Länge ziehen und sie kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Dann waren wir noch bei den Riesenschildkröten. Wow, sind das riesen Dinger, seht weiter unten selbst. Wir durften diese selbst füttern. Es ist erstaunlich, was diese Tiere für eine Beisskraft im Kiefer haben: Schalenfrüchte werden wie mit einem Messer durchtrennt. Wir sind beeindruckt.

Dann waren Mami und Papi noch tauchen. Das war wirklich sehr schön: Mami hat Delfine gesehen und Papi Stingrays (Stachelrochen) mit ca. 2m Durchmesser, Barracudas und Riffhaie. Leider haben wir die Walhaie nicht gesehen, da aktuell nicht deren Saison ist, in welcher sie die Buchten ansteuern.

Nebenbei haben unsere Kinder den Kids Club für sich entdeckt und wollten teilweise gar nicht mehr raus. Das war für uns Eltern ein neues Lebensgefühl. Ein bisschen Zeit für uns alleine? Was machen?! :))))) So konnten wir uns 1-2h am Pool verweilen oder haben wieder mal angefangen zu lesen oder wir gingen zur Massage ins Spa. Übrigens, da gibt es eine Story dazu. Im Spa angekommen (Olle), hat es angefangen zu regnen und die Steinplatten zu den Bungalows waren nass. So tappig wie ich bin, bin ich natürlich gestürzt und habe mir eine Fleischwunde zugezogen, aber nicht irgendwo, sondern genau das Zehenbeeri hats getroffen (ich hatte Flippflopps an), was natürlich beim Laufen überhaupt nicht weh macht. Der arme kleine Inder, welcher mich eigentlich massieren sollte ist völlig von der Rolle und schreit in seinem „Inglisch“ dass er den Notfallkoffer holt, hihihihihi. Nachdem die Blutung gestoppt ist, ging es dann zur Massage. Gröll.

Mittlerweile fallen uns im Chillmodus doch so einige Sachen auf (nein, uns ist überhaupt nicht langweilig, :): z.B. die Russen haben schon sehr bemerkenswerte Essgewohnheiten. Habt Ihr das auch schon gesehen? Entweder sie „schichten“ die verschiedenen Speisen auf einen Teller (da kommen schon so 10-12cm Höhe zusammen) hoch oder sie nehmen ca. 5-7 Teller und hauen diese voll. So haben sie dann natürlich keinen Platz mehr auf dem Tisch, was vom logistischen Aspekt her, nicht ganz einfach ist. grins.

Wir haben uns vorgenommen noch etwas von Mahé zu sehen und uns ein Auto oder besser gesagt ein Smart Plus 10cm gemietet (die Reifen sind etwa so gross wie ein Fussball) und sind nach Victoria, in die Hauptstadt gefahren. Dort haben wir den lokalen Markt besucht und die Stadt abgelaufen (ist ja nicht wirklich gross). Das Autofahren ist hier nicht gerade toll: Linksverkehr, eine Strasse mit zwei Spuren, in Schlangenlinie den Berg hoch und wieder runter und so breit, dass beim kreuzen vielleicht noch zwei Hände Platz haben. Jetzt ist Papi auch klar warum Mami fahren wollte. 🙂 Tabea hatte nun Hunger und ich musste mich nahezu übergeben und wollte mich eigentlich nur noch hinlegen. So gingen wir in ein Resti, welches uns empfohlen wurde. Dort hatten wir eine geniale Aussicht über den Strand zu anderen Inseln mit weissem Sand sowie türkis Wasser. Man sieht noch die Wellen, wie sie sich am vorgelagerten Riff brechen. Das Essen ist ebenfalls sehr gut, vor allem die Meeresfrüchte. (Die Gemüselasagne war auch prima!)

Auf dem Rückweg sind wir dann noch zu einem Wasserfall hochgelaufen, was mit den Kindern auch wiederum nicht ganz einfach war, da der Weg aus ein paar Steinen, welche aus dem Wasser ragten bestand. Jedoch wurden wir entlohnt und kamen so in den Genuss eines wunderbaren Naturspiels.

Nachdem wir wieder im Hotel angekommen sind, müssen wir wieder anfangen zu packen, da wir morgen bereits weiter fahren bzw. mit dem Schiff nach Praslin fahren, wo wir die nächsten vierzehn Tage verbringen.

4 Kommentare zu „Seychelles, Mahé, Victoria

  1. Oh Mensch Meier sind das schöni Föteli amene märlihafte Ort, wie ed schiint! Gniesset dä eimaligi Trip in volle Züg! Knutscherli, Familie Karnath

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  2. Bin schon etwas Neidisch, ich muss hier Bergli rauf und runter und habe am Tag darauf Muskelkater. So ein Bad im Meer wäre da wahrscheinlich sehr entspannend;-))

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