24.05.
Heute ist mein letzter gemeinsamer Tag mit Cesar, meinem ältesten Bruder hier und seinen beiden Kids inkl. Lebenspartnerin. Es gurkt mich tierisch an, dass er schon wieder gehen muss, so lange habe ich ihn nicht mehr gesehen……. Gemeinsam haben wir nochmals zusammen gegessen und am Nachmittag brachte ich die Familie zum Busbahnhof.
Anschliessend organisierte ich eine tolle Location für meinen „jüngsten Bruder“ Gustavo, welcher am Mittwoche Geburtstag hat. Ich habe eine super Location entdeckt und zwar Santa Lucia. Dabei handelt es sich um ein Anwesen, welches vor Jahren auf einer Pyramide gebaut wurde, wo man das ganze Flussdelta, bis zur Mündung ins Meer überblickt und direkt am Wasser leigt. Die haben einen wunderschönen tropischen Garten mit Pool und Infrastruktur, Mangobäume, Litschibäume, Palmen, Kaktus usw. (siehe Fotos weiter unten).
Danach ging ich mit dem Truck unser Fischerboot aufladen und brachte es zu unserem Hafen, wo wir am Donnerstag zum Wettfischen starten.
Per Zufall traf ich noch meinen Paten und mit dem verbachte ich noch einen Moment, da er gesundheitlich ziemlich angeschlagen ist (entsprechend mache ich mir Sorgen).
So ging der Tag zu Ende und am Abend sassen wir gemütlich zusammen und quatschten über Gott und die Welt.
25.05.
Heute hat Gustavo Geburtstag und so mache ich mich auf den Weg in Unser Restaurant, wo ich ihm herzlich gratulierte. Nach ein paar Besorgungen, verbrachten wir gemeinsam den Nachmittag im besagten tropischen Garten und bei heissen 38°C. Es gab ein traditionelles mexikanisches Essen, welches nicht nur beim essen brennt, 🙂 Am Abend sassen wir gemütlich im Garten unter unserm Avocado- und Litschibaum. Plötzlich ist mir eingefallen, was mir noch alles zum fischen fehlt! (um 22:00 Uhr und um 05:00 Uhr startet das Fischen, 😦 ). So machte ich mich ran und kramte alles zusammen was ich brauchte. Leider war es schon nach 24:00 Uhr, grins
26.05.
Mitten im Morgengrauen stand ich auf und wir machten uns auf den Weg nach Boca de Lima, wo wir starten. Und es hat sich gelohnt! Schon nach 7 Minuten haben wir den ersten Fisch an der Angel! Ein Roballo von 6 Kg und so geht es bis ca. 09:00 Uhr weiter. Uns hauen auch haufenweise Fischen von der Leine ab oder sie sind zu klein und wir schmeissen sie wieder zurück ins Wasser. Was hier im Mangrovenwald interessant ist, ist die Tatsache dass es sich um Salz- und Süsswasser handelt: Wenn Hochwasser ist, bricht der Sand zum Meer auf und in beide Richtungen bewegen sich die Tiere und Wasserströmungen.
Das sorg aktuell dafür dass tausende von Quallen sich in unserem Fluss bewegen und die sind riiiiiiiiiesig: die grösste die ich gesehen habe, hatte bestimmt einen Durchmesser von 50cm. Daher ist grosser Vorsicht geboten, weil wenn man sie berührt schmerzt es höllisch! Und wie!!!! Auch die Krokodile lassen nicht auf sich warten, 🙂 Gegen 13:00 Uhr kehren wir mit diversen Fischen zurück zum Anlegeplatz, wo sie gewogen, gemessen und aufbereitet werden, den die Mexikaner essen alles was sie aus dem Wasser ziehen. Und wenn ich sage alles, dann meine ich auch alles, inkl. Kopf! Bähhhhh, 🙂
Wir haben einen guten dritten Platz belegt, da ein Fischer einen Roballo von 9.6Kg gefangen hatte, 😦 Am Nachmittag holte ich wiederum das Boot aus dem Wasser und brachte es in die Werft. Danach ging ich noch auf der Bahn trainieren, was nicht eine sehr gute Idee war: Um 19:00 Uhr hatte es immer noch 34°C. Der Puls schoss nur so in die Höhe, 🙂
27.05.
Heute half ich zu Hause die Hunde waschen und meine Tante die Zahnärztin (ich glaube sie ist Sadistin, 🙂 ) verknurrte mich dazu, nochmals bei ihr in der Praxis aufzutauchen. Sie will meine Zähne schöner sehen. Die Gute ist leider nicht zimperlich, wenn es um den Umgang mit dem Zahnfleisch geht, heul. Danach half ich zu Hause noch Gemüse und Früchte pflücken, wozu mich meine mexikanische Mutter verknurrte.
Am Nachmittag traf ich endlich meinen besten mexikanischen Freund Baco, den ich schon sehr lange nicht mehr sah. Wir verbachten gemeinsam ein paar Stunden und am Abend wurde ich zum Nachtessen eingeladen und nach nahezu 20 Jahren traf ich meinen Banknachbarn aus dem Gymi hier. Der ist heute Veterinär und er zeigte mir ein paar äusserst interessante Fotos, z.B. wie er eine Insemination an einer Kuh vornimmt, hihihihihihi.
28.05.
Heute begleitet ich um 06:00 Uhr Gustavo nach Tuxpan, eine Stadt welche sich im Norden des Staates befindet. Ich war noch nie hier und er erzählte mir, dass sie aktuell in Tuxpan Ölplattformen erstellen. Das wollte ich unbedingt sehen, da wir als Binnenland die Geschichte mit dem Erdöl ja nicht wirklich kennen.
Es war ein schöner Ausflug und auf dem Rückweg machten wir einen Umweg nach Papantla, da er dort noch was geschäftliches zu erledigen hat. Von hier kommen die Indios der Totonacos und man trifft auch Mayas an, welche in ihrer Ursprache miteinander reden. Es fasziniert mich jedes mal aufs neue, 🙂
Und so kamen wir spät Abends und extrem kaputt zurück nach Hause, wo ich mich bereits um 21:30 Uhr ins Bett schleppte.




















