Dunedin, Otago Peninsula

16.04.

Papi ist extra um 07:00 Uhr aufgestanden und ging joggen und wie. Um 10:00 Uhr hat Tabsi sich gemeldet, wo ich stecke und ob mir was passiert ist. Aber hier gibt es wunderschöne Wege durch den Regenwald, direkt am Seeufer und so vergass ich die Zeit. 🙂 Zurückgekehrt, packten wir unsere Sachen und machten uns auf den Weg nach Dunedin. Das Städtchen liegt auf der anderen Seite, im Osten, unterhalb von Christchurch. So ratterten wir die ca. 320 KM im Eiltempo durch und kamen am Nachmittag dort an.

Der Weg hat uns als Familientherapie gut getan und wir haben uns wieder versöhnt und sind wieder alle lieb miteinander. Bloss wie lange?…… Nachdem wir unsere Bleibe eingeweiht haben, fuhren wir gleich in die Stadt runter, jupi Zivilisation. Es ist ein schönes Städtchen: hier leben ca. 100’000 Menschen und ca. 20’000 Studenten. Eine Studentin hat mir (Olle) beim quatschen auf der Parkbank erklärt, dass die lokale Uni sehr beliebt ist, insbesondere bei Medizinstudenten aus ganz Neuseeland und so kommt es, dass u.a. wegen dieser Fakultät viele Menschen hier studieren.

Die Lady die mir das erzählte, hat mir leid getan, sie wollte heute mit ihren Freundinnen in eine WG-Wohnung ziehen. Leider wurde die Wohnung vergeben und man hat sie nicht darüber informiert. Dann meint sie im Witz: ich kann ja auch im Park pennen, 🙂 Die Neuseeländer und ihr Humor werden mir fehlen. Ähnlich wie derjenige der Briten. Gehören ja auch dazu, :). Das Essen war hervorragend.

So fuhren wir zurück und Mami wollte das Motorhome parkieren, Leider stand da schon ein anderes Auto und wir mussten drumm herum fahren und da passierte es…… KRACH hats gemacht und die Ecke des Autos war eicht zerkratzt. Unserem Camper sieht man nichts an. Papi flippte kurz aus, aber eigentlich musste ich nur innerlich gröhlen. Ich ging an die Rezeption um den Fahrzeughalter ausfindig zu machen. Ich fand ihn als lokalen Gast (falsch parkiert) bei ein paar anderen Camper. Er hat es zum Glück mit Humor aufgefasst und war wahrscheinlich noch froh, so wird sein klappriger Subaru wieder mal ein bisschen aufgepimpt, auf Kosten der Versicherung, 🙂 Dann kam das Ausfüllen des Unfallprotokolls. Der Typ hatte nicht mal seinen Fahrausweis dabei, noch wusste er seine Mobilnummer auswendig. Er musste dafür seine Frau anrufen, 🙂 Mich hat es fast verjagt vor gröllen und Tabsi war etwas irritiert. 🙂

Nachdem wir dieses Kapital abgeschlossen haben, sind wir ins Bett. Morgen haben wir viel vor und hoffen darauf, wilde Pinguine zu sehen. Nach einem Glas Wein, war die Stimmung auch wieder besser, nicht nur beim Papi… 🙂

17.04.

Wir haben uns entschlossen eine zweite Nacht in Dunedin anzuhängen und dafür morgen in einem Ruck nach Christchurch hochzufahren, da wir noch etwas von der Stadt sehen wollen bevor wir nach Auckland weiterfliegen.

Gesagt getan. Am morgen sind wir aufgestanden und haben zu Hause gefrühstückt. Nach 10:00 Uhr sind wir dann losgefahren, mit dem Ziel das Ende der Halbinsel Otago Peninsula zu erreichen. Dunedin ist sozusagen in der Bucht dieser Halbinsel, welche zur rechten Seite ca. 20 KM misst.

Ebenfalls eine wunderschöne Gegend mit schwierigen Strassenverhältnissen (teilweise waren zur linken Seite des Fahrzeugs noch 1 Meter Platz bevor es direkt ins Meer geht). Auf der anderen Seite sagt man nicht vergebens, dass es hier die steilsten Strassen der Welt gibt; uff, teilweise hatten wir Angst, dass wir mit unserem riesigen Fahrzeug nicht raufkommen,:).

Angekommen am Ziel, gingen wir ins Royal Albatross Center. Hier lebt eine Albatross Kolonie. Der Wahnsinn: Die Vögel sind riesig und wie! Wie kann ein so grosses Ding überhaupt so graziös fliegen?! Wir dachten wirklich: „Die müssen doch vom Himmel fallen!“ Wir schätzen die Spannweite der Flügel auf >4-5 Meter.

Einfach herrlich wie sich diese Vögel im Himmel und in freier Wildbahn bewegen. Leider war das so eine Sache mit dem Fotografieren: wir haben ein paar Punkte eingefangen, aber gaben dann auf. Die tollen Vögel sind einfach zu schnell und übersteigen unsere fotografischen Fähigkeiten, 🙂 Gleichenorts gingen wir an den Strand um Gelbaugen- und Blue Penguins zu sehen, aber auch hier hatten wir Pech. Wir haben die Kolonie nicht angetroffen und nur deren Löcher der Behausungen am Strand gesehen. 😦 Mami war voll frustriert und meinte auf dem Weg plötzlich überall Pinguine zu sehen wo keine waren.
Aber die Ortstafeln sind lustig, schaut weiter unten. 🙂

Dafür haben wir dort in Freiheit lebende Seehunde angetroffen. So zutraulich, dass wir zu ihnen hingehen konnten. Papa wollte es natürlich wissen und traute sich bis auf kurze Distanz zum Bullen hin, bis dieser ihm zu verstehen gab: „Hey Junge, noch einen Meter näher und ich falte Dich zusammen!“ 🙂 Papa machte mal ein paar Schritte zur Seite.

Danach fuhren wir zum Schloss Larnach hoch. Wow, ein super Schloss und das Interieur noch komplett vorhanden. Das Schloss hat ein Herr W. Larnach 1871-1874 gebaut, ein Banker aus Australien, welcher nach Neuseeland beordert wurde, um dort die Bank vor Ort auszubauen. Das Anwesen ging nach seinem Freitod im Parlament von Dunedin durch diverse private Hände, welche das Schloss seinem Schicksal überliessen. Bis Margaret Barker es per Zufall entdeckte und für wenig Geld 1967 kaufte. Die Familie hat das Schloss in den letzten 40 Jahren teilweise in Eigenarbeit, mit Spenden, Gaben und Events wieder hergestellt und die Güter, welche sich im Innern befanden zurückgekauft, bei Auktionen ersteigert oder als Leihgaben wieder ergattern können. Die Lady ist auch heute noch fünf Tage die Woche vor Ort und arbeitet.

Nun geht’s wieder zurück auf den Heimweg, wo wir uns ans Packen und Aufräumen machen. Daraufhin gabs noch ein Reste-Essen und dann früh ab in die Federn. Morgen haben wir eine lange Fahrt vor uns. Wir freuen uns, den Mami hat uns ein super Hotel in Christchurch organisiert. 🙂 Danke Mami.

Das war doch mal wieder ein entspannter Familientag… Man könnte sich daran gewöhnen!

2 Kommentare zu „Dunedin, Otago Peninsula

  1. Hallihallo
    Herrlich, diese Bilder!!!
    Wir müssen unbedingt auch mal nach Neuseeland. Die Strassen sind sicher auch etwas für Nico: Pässe fahren mit dem Motorrad.
    Habt’s noch schön, bald ruft die Südsee :-))
    Liebe Grüsse von Jeannette und Nico

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  2. Hallo zsämme
    Sehr interessant und unterhaltend zläse, unseri Kinder wärde au flissig updated und wän wie d Rhea und dr Deven son Wältreis mache, Zitat: D Schwiz kenne mr jo scho :))
    Kömme dr eigentlich guet mit Englisch duure? Isch jo gar nid offizielli Amtssproch vo Neuseeland (Offiziell Maori und NZ Gebärdensprache :-p)
    Mir wünsche Euch uf jede Fall no witeri spannendi Abentür uf Eurer Reis.

    Grüessli Joelle, Beni, und e hampfle Kinder

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