14.04. Te Anau
Voll motiviert aufgestanden, ging ich (Olle) mit dem Camper zum Dumphole (zu deutsch: Fäkalienabfuhrstelle). Natürlich hatte ich wieder einmal riesen Glück und das Ganze verstopfte unser Abfuhrgefäss. So war ich ca. 15 Minuten damit beschäftigt. 😦 Nach dem Frühstück sind wir in Richtung Te Anau losgefahren. Te Anau liegt am Lake Te Anau, der nach einer Maori-Saga benannt ist. Heute haben wir die 1’000 KM Marke in Neuseeland geknackt und es kommen noch einige dazu. Dort angekommen, haben wir uns auf die Suche nach einer Bleibe gemacht. Beim vierten Anlauf hatten wir Glück, enormes Glück. Wir haben eine super Bleibe direkt am See für zwei Nächte ergattert. Und gleich machten wir uns auf den Weg zu unserem nächsten Highlight: THE GLOWWORM CAVE! Die Glühwürmchen Höhlen, welche zum UNESCO-Welterbe gehören. Mehr dazu später…
Also sind wir brav pünktlich um 15:15 Uhr in die Fähre gestiegen, welche uns über den Süd-Fjord zur Location hinüberschiffte. Kurz zur Erläuterung (ich war mir auch nicht mehr ganz sicher): Ein Fjord ist ein tief ins Landesinnere hinein reichender Meeresarm. Dort angekommen, sind wir von unserem Guide Allison empfangen worden, welche uns wirklich sehr viel neues beibrachte.
Für die interessierten unter Euch: Die Glühwürmchen-Höhlen befinden sich direkt am Ufer des Sees. Sie sind Teil eines 6.7 KM langen Kalksteinlabyrinths, das vier Höhenstufen einnimmt und als Aurora Höhlensystem bezeichnet wird. Der Höhleneingang ist niedrig und schmal (ca. 80cm hoch), weitet sich jedoch schnell zu einer riesigen Kathedrale. Dieser Teil ist 20m hoch.
Zur Vorstellung: Ihr habt den Eingang, dann einen Rundweg entlang der Mauer (da die Höhle unter und über einem fliessendem Fluss ist. Dann kommt ihr zur besagten Kathedrale, anschliessend zum Wasserfall, dahinter ein grosser Wasserstrudel, zum Staudamm und dann entlang einem Weg zu einem Boot, welches wie in Herr der Ringe, 🙂 an einer Kettenleine befestigt ist (und das in absoluter Dunkelheit). So stiegen wir in das Boot ein und es wurde wirklich stockfinster und neben uns klammerten sich unsere Kinder fest. 🙂 HUNDERTE VON GLÜHWÜRMCHEN AN DEN WÄNDEN UND DER DECKE. WOW! Einige sind heller andere leuchten dunkler und je nach Betrachter-Auge in Weiss, Grün oder Gelb. Einfach unglaublich schön und absolut harmonisch. Es erinnert an Sternenbilder am Himmel, nur dass sich die Dinger bewegen und die Leuchtstärke variiert. Wir waren nur noch am Staunen über so viel Schönheit, Frieden und Ruhe. In dem Moment wurde es Papi warm ums Herz und von rechts wurde plötzlich die Last als wie schwerer, bis ich gemerkt habe, dass Deven bei mir auf dem Schoss eingeschlafen ist… :). Wieder zurück im Hellen angekommen waren wir einfach überwältigt und wie soll man sagen? Dankbar, dass wir das erleben dürfen. Nur leider durften wir in der Höhle keine Fotos machen. ;-(
Dann gab es noch eine 10-minütigen Präsentation, wo uns die Biologie der Glühwürmchen näher gebracht wurde (Biolumineszenz usw.). Nach der Rückfahrt, gingen wir noch ins Dorf zum Nachtessen und frühzeitig schlafen, den Morgen haben wir ebenfalls wieder so einiges vor.
Cheers
15.04.
Gähnnnn, mit einer schlechten Nacht hinter uns, sind wir relativ müde und schon leicht genervt aufgestanden. Deven hat die Nacht zum Tag gemacht, Mami auf Trab gehalten und Papi ist ebenfalls dreimal aufgewacht. Danach sind wir aufgrund einer Empfehlung in die lokale Bäckerei gefahren, welche nicht gerade der Hit war. Was soll’s dachten wir, man kann nicht immer Glück haben.
Danach sind wir ins 20KM entfernte Manapouri gefahren, von wo aus unsere Fähre um 10:30 Uhr losfuhr. Wir waren voller Hoffnung und Erwartung, dass uns ein toller Tag erwartet. Wir haben bei der Ausgabestelle unsere Lunchboxen geholt und gingen an Bord.
Zuerst fuhren wir auf dem Lake Manapouri bis zum anderen Seeufer, wo uns beim West Arm bzw. dem lokalen Kernkraftwerk zwei Cars erwarteten, einer für die Chinesen und einen für alle anderen 🙂 Es folgte eine holprige Busfahrt, den Wilmot Pass hinauf und auf der anderen Seite ins Tal zur Deep Cove, der Anlegestelle für die Schiffe, welche durch die Fjorde zum Meer hinaus fahren. Auch hier wurden unsere Nerven etwas auf die Probe gestellt, da die anderen Touris wegen jedem Stein, Wasserfall oder weiss der Geier was, anhalten wollten und Fotos machen….
Nur kurz zum Doubtful Sound: Er liegt im Herzen des Fjordland, daher im Südwesten der Südinsel Neuseelands. Es handelt sich dabei um ein Naturschutzgebiet, welches – wie das gesamte Gebiet – zum UNESCO Welterbe gehört (dazu gehören auch die Höhlen, welche wir am Vortag besuchten). Es besteht aus 12’500 KM und ist der grösste Nationalpark NZ’s. Der Doubtful Sound ist an seiner tiefsten Stelle 430m tief. Temperatur liegt bei 11°C.
Weiter im Text: Die ganze Landschaft ist auch hier sehr schön. Aber alles dauert und dauert in einer grossen Touri-Gruppe mit sehr vielen sehr interessierten Rentnern mit aller Zeit der Welt… (nichts gegen Renter, hihihi) Nach ca. 7 Schwänkern kommen wir endlich in Richtung Meer. Und plötzlich: Tümmler am Heck, das sind die grossen Delphine. Hier lebt eine Gruppe von ca. 60 Delfinen. Wir springen ganz aufgeregt auf dem Schiff umher und Suchen nach weiteren Tiere…. Leider waren sie dann weg. Dann dümpelten wir weiter dem Meer entgegen, die Wellen wurden höher (ganz zur Freude von Mami, :)). Und da, auf ein paar Felsen (den Nee Islets) am Eingang des Fjords, lebt eine Pelzrobbenkolonie. Das war echt toll, diese süssen Tiere zu beobachten. Es leben auch Pinguine dort, aber leider haben wir die Dickschnabel- und Zwergpinguine nicht gesehen. 😦
Dann geht es endlich wieder zurück, aber nicht direkt, sondern leider wieder mit etlichen Umwegen. Die Stimmung sink wieder etwas und die Langeweile steigt… Leider wird’s nicht besser, als der Kapitän vor eine Felswand fährt und uns 15 Minuten etwas über die Entstehung von Kalkstein erzählt, im Gegenteil es wird noch schlimmer: 10 Minuten später stellt er den Motor des Bootes ab und bittet uns darum dem Lauschen der See zu zuhören, gäääähnnnnn. Also bittet er alle Fahrgäste für eeeewige 10 Minuten ruhig zu sein! Hä, das war das Zeichen für Deven, er fands extrem lustig immer wieder laut „Buh“ zu machen. :). Zumindest eine Rentnerin fands auch lustig! hihihi
Endlich um 17:30 Uhr kamen wir wieder im Hafen an, gereizt, hungrig und müde. Wir gingen noch kurz zum Italiener und dann ab nach Hause.
Und so ging dieser lange Tag dann doch auch noch zu Ende…. Zwei tolle Highlights hatten wir ja mit den Delfinen und Pelzrobben! 😉

















Hoi zäme
Das ist ja grossartig, was Ihr da im Eilzugstempo alles seht und erlebt! Man fühlt sich fast so als ob man selber dabei wäre.
Wir wünschen Euch weiterhin eine schöne Reise ohne grössere Komplikationen.
Bis bald und liebe Grüsse
Marlyse und Köbi
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Weiter so! Wir sind überzeugt: Next Target ist Neuseeland!
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Hallo Grosse
So wie ich Dich kenne, kann ich es Dir nur empfehlen. Würde auch dem Rest der Sippe spass machen.
Cheers
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