Queenstown, Maori, Lord of the Rings…

12.04.

Heute sind wir zeitig aufgestanden und machten uns gleich auf den Weg. Da die Sonne schien, gingen wir zuerst an den See ein paar Fotos schiessen und machten uns auf den Weg zu Stuart Landsborough’s Puzzling World. Dem ersten 3D-Labyrinth, dass es weltweit gab und heute noch einen enormen Besucherandrang verzeichnen kann. Dazu gehört noch eine grosse Ausstellung über Illusionen, optische Täuschungen und Kunstwerke, welche den selben Charakter aufweisen.

Ferner gibt es einen tollen Spielbereich, wo sich Gross und Klein an sämtlichen Arten von Puzzles und Trickeleien verweilen können. Voll motiviert gingen wir an den Start und ab ins Labyrinth. Es geht um folgende Aufgabe: Das Labyrinth (von der Grösse eines Fussballfeldes) hat vier Ecken und jedes mit einem Turm versehen, dem grünen, roten, blauen und gelben Turm. Diese Türme stehen in der Ecke so aufgestellt, dass er jeweils nur von einer Seite mit einer Treppe zu besteigen ist.
Was noch erschwerend dazu gekommen ist: Wir reden von 3D, das heisst Ihr müsst auch Treppen und Brücken überqueren um zum Ziel zukommen. Immer wieder kommen Schilder mit Sprüchen oder Infos, z.B. dass man das Labyrinth erfolgreich absolviert, also an allen vier Türmen und dann noch zum Ausgang findet, muss man 3-5 KM zu Fuss hinlegen und es dauert ca. 1h bis man es hat. Wir lachen, bis Tabsi nach den Türmen schlappmacht und die Kinder auf der Suche nach dem Ausgang. Jetzt ist uns auch klar wieso man uns sagt, dass die Notfalltüren auf den Seitenwänden für den direkten Ausstieg aus dem Labyrinth sind.

Ihr müsst nicht lachen, es waren einige Leute die abgebrochen haben 🙂 Mehr Infos zu dieser coolen Geschichte findet Ihr unter:

http://www.puzzlingworld.co.nz/the-history-of-puzzling-world/

Nun machen wir uns auf den wiederum schönen Weg nach Queenstown. Unterwegs halten wir in Arrowtown, einer alten Goldgräber-Siedlung an. Die Geschichte und Hintergründe sind nicht so wichtig, Aber man kann Goldwaschen unter Anleitung von Profis. Wir haben bei einer Einführung zwei Kanadiern zugeschaut und Leute: Die haben wirklich Gold geschürft und dann nicht gerade wenig! :).

In Queenstown angekommen, haben wir uns beim lokalen Tourist Center informiert was man hier so alles machen kann und das ist wirklich viel. Es ist ein tolles Städtchen direkt am Lake Wakatipu. Wir haben für uns ein paar tolle Sachen herausgepickt, mehr dazu später. Nach dem wir unser wunderschönes Domizil für ein Trinkgeld bezogen haben, mussten wir uns schon wieder auf den Weg machen und einkaufen. Wir haben so eine Art „Globus“ der Neuseeländer entdeckt und uns entschlossen viele leckere Sachen zu kaufen, damit Papi am nächsten Tag für alle was kochen kann. Gute Sache aber teuer.

Schon geht es weiter: Wir fuhren mit der Skyrail bei Sonnenuntergang den Berg hoch, wow das war der absolute Hammer und diese Natur!!!!! Oben angekommen gingen wir in eine Kiwi Haka Show und was für eine, es war der Hammer.
Wen man auf Neuseeland ist, muss man sich auf jeden Fall mit der Geschichte der Maori auseinandersetzen. Jedoch möchten wir hier den Rahmen nicht sprengen und nur kurz auf den Kiwi Haka eingehen. Wir mussten auch lernen, dass es nicht nur einen Haka gibt und dass es immer eine Geschichte erzählt und die Laute bzw. Bewegungen der Kommunikation dienen. Und dann kams…. sie haben Tabea während der Show auf die Bühne gebeten und sie musste mitmachen. Ich lachte wie verrückt und knipste Fotos und 10 Minuten später traf es dann mich, hihihihihi. Wirklich toll wie sie die Zuschauer integrieren und einem die geschichtlichen und kulturellen Hintergründe so näherbringen. Wir sind begeistert. Die Kinder fanden es auch sehr lustig, vor allem die Eltern ungeschickt bewegend auf der Bühne zu sehen 😉

Wer nicht weiss, was ein Kiwi Haka ist, 🙂

https://www.youtube.com/watch?v=yiKFYTFJ_kw&nohtml5=False

Nach einem tollen Tag, mit vielen Erlebnissen, machen wir uns auf den Nachhauseweg, den morgen haben wir auch noch einiges vor. Sleep well…..

 

13.04.

Nach dem Frühstück sind wir voll motiviert via Queenstown ins 44 KM entfernte Glenorchy gefahren. Die Route führt uns mit einer wunderbaren Aussicht dem See entlang. Im kleinen Dörfchen angekommen gings weiter auf einer Steinstrasse (holperdipolter) in Richtung Diamond Lake. Die Strassenverhältnisse sind extrem schlecht und uns wird klar, warum man hier einen 4WD Jeep braucht, 🙂 Die Familie schon langsam ungeduldig, erträgt (knapp) die Fantasielaunen von Papi… Und dann…..

Wir sind da!!!!!!! Middle Earth, Forest of Middle Earth, Isengard, Wizards Vale `Nan Curunir‘, Misty Mountains. Ihr wisst nicht von was ich rede??? Natürlich von LORD OF THE RINGS ODER THE HOBBIT von J.J. Tolkien oder auch als Herr der Ringe bekannt. Einfach nur schön. Hier wurden und werden die ganzen Filme gedreht, da Peter Jackson ja angeblich Neuseeländer ist. Aus meiner Sicht (Olle) hat sich die Mühe gelohnt, für die anderen Familienmitglieder eher weniger, 🙂 Die Grashügel, welche in den Filmen als Hobbitdorf zu sehen sind, kommen wirklich 1 zu 1 so rüber. Zur Info: Hier wurden auch die Chroniken von Narnia oder X-Men Origins: Wolverine gedreht.

Was wir hier zum ersten Mal nicht kapieren, ist warum das Thema nicht viel mehr ausgeschlachtet wird. Wir sind zur Konklusion gekommen, dass die Neuseeländer, im Gegensatz zu den Amis und Aussies einfach keinen Massenanlauf wollen, brauchen und es nicht für nötig halten. Man kriegt auch nur Auskunft darüber, wenn man fragt. Die Menschen hier haben einen eigenen „Chillmodus“ der uns sehr entspricht und die Bescheidenheit erinnert doch etwas an die Heimat.

Nachdem wir uns auf den Rückweg gemacht haben, sind wir zu einer Schlucht gefahren, oberhalb von Queenstown. Was wir dort vorhaben? Speedboot fahren und wie!

Stellt Euch das Lauterbrunnental mit der Zweilütschinen vor, dort wo Riverrafting angeboten wird. Das gibt es hier auch, nur auf x KM und mit Hochgeschwindigkeitsbooten. Also gingen wir in den Startbereich, liessen uns einweisen und die Regeln erklären. Nachdem wir Ganzkörperanzüge und Schwimmwesten umgebunden bekommen haben, ging es los. Die Kinder waren noch voller Vorfreude.

Als erstes stellte sich der Fahrer vor: „Hi, i’m Mike“ und dann ging es schon los. Zuerst eine 360° Drehung und mit 100 Km/h durch Schluchten die 5 Meter breit sind, aber Leute, das Boot war ja auch noch 3.20 Meter breit. Ganz ehrlich ich (Olle) habe im Gegenzug zu meinen Kindern fast in die Hosen gemacht. 🙂 Im Peak hat er es geschafft in eine Kurve zu fahren, eine 360° Drehung zu machen und links wie auch rechts blieben noch satte 5-10cm. In der Schweiz undenkbar. Einen solchen Adrenalinschub hatte glaube ich noch niemand von uns. Wer es uns nicht glaubt, der kann es dann als DVD bei uns anschauen.

Als wir das Boot verliessen, ging ich zu Mike und sagte: „Hey Mike, Hand auf’s Herz, ihr macht doch das nicht als Hobby?! Ich habe noch nie einen Menschen gesehen, der so ein Boot fahren kann!“ Er löste das Rätsel auf. Diese Jungs sind Speedbootprofis. Der eine ist Weltmeister, der andere Neuseeländischer Meister, der dritte hat auch schon über 30 Trophys gewonnen und fährt für das CAMEL Team usw.
Beim Ausgangsbereich gab es eine Wand, mit sämtlichen Steckbriefen der Profis und einer Wall of Fame. Hier seht Ihr wirklich alles, über Georg Lucas, Carl Cox, der Queen von England, über James Cameron, Profisportler, Filmschauspieler (u.a. natürlich Elijah Wood) usw.

Ein ereignisreicher Tag geht zu Ende. Wir fahren zurück nach Hause und lassen den Tag mit einem selbst gekochten Essen zu Ende gehen. Morgen wartet wieder ein fahrintensiver Tag auf uns.

Ein Kommentar zu „Queenstown, Maori, Lord of the Rings…

  1. Hallo Ihr Lieben
    Wir sind begeistert von Euren Landschaftsbildern, freue mich schon wenn Ihr auf der Nordinsel seid. Geht Ihr auch nach Rotorua zu den Geysiren? Dort hat es auch ein richtiges Maori Dorf, leider stinkt das kleine Städtchen nach faulen Eiern, man gewöhnt sich aber schnell daran. Sonora und Talissa wären auch mal gerne in diesem Labyrinth auf Tour
    Liebe Grüsse von den Müllers

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